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30Juli

Step by Step zum Blechteile-Systemlieferant

Vom kleinen 3-Mann-Betrieb zum mittelständischen Spezialisten für Blechteile. Oder: Wie der süddeutsche Blechbearbeitungsmaschinen-Hersteller Boschert das französisch-elsässische Zuliefer-Unternehmen Charpiot Techniques seit über 20 Jahren als Maschinen-P

In einem anderen Land – und doch Zuhause, so ungefähr lässt sich der Landstrich Elsass entlang der deutsch-französischen Grenze charakterisieren. Denn besonders im alemannischen Sprachraum versteht man sich quasi in jeder Beziehung. Dass dies nicht nur hinsichtlich diverser weltlicher Genüsse gilt, verdeutlicht die Tatsache, dass sich das Elsass über die Jahre zu einer sehr wichtigen Zulieferer-Region für Mechanik- und Blechteile entwickelt hat.

Ein sehr gutes Beispiel dafür stellt die mittelständisch geprägte Firma Charpiot Techniques mit Sitz in Eschau (Frankreich) dar, die im Jahr 1986 vom Seniorchef Christian Charpiot in Strasbourg gegründet wurde. Der kleine 3-Mann-Betrieb befasste sich zunächst mit der Herstellung von Pokalen für Vereinsaktivitäten etc. und stellte ansonsten im Kundenauftrag unterschiedlichste Blechteile her. Das Dienstleistungsangebot machte im französischen wie im deutschen Grenzgebiet schnell von sich reden und führte zu einer kräftigen Expansion. Bereits im Jahr 1989 erfolgte deshalb der Umzug in eine neu erstellte Produktionsstätte in Eschau, denn sowohl die rasch steigenden Geschäftsumfänge als auch der für eine termin- und qualitätsgerechte Bewältigung erforderliche Maschinenpark verlangten nach deutlich mehr Platz. Am beständigen Wachstum hat sich in den vergangenen über 20 Jahren nicht viel geändert, so dass heute 12 Fachleute mit der Herstellung von Kunden-Blechteilen aller Art und für verschiedenste Branchen beschäftigt sind. Außerdem werden, wie das für einen elsässischen Mittelständler üblich ist, auch eigene Produkte entwickelt und gefertigt, im Falle Charpiot eben die schon erwähnten Pokale. Die Geschichte des Unternehmens Charpiot Techniques ist sehr eng mit einigen langjährigen Wegbegleitern verbunden. Dazu zählt auf deutscher Seite insbesondere der Blechbearbeitungsmaschinen-Hersteller Boschert GmbH & Co. KG mit Sitz in Lörrach-Hauingen. Schon zu Beginn seiner Tätigkeit setzte der Gründer Christian Charpiot auf Boschert-Blechbearbeitungsmaschinen und schaffte sich als erster eine Ausklinkmaschine an. Mit den wachsenden Aufgaben und steigenden Arbeitsumfängen stieg der Bedarf an „adäquaten“ Blechbearbeitungsmaschinen. Somit folgte im zweiten Step eine größere kombinierte Ausklink- und Stanzmaschine vom selben Lieferanten.

Vom Ausklinken zur universell-flexiblen Stanz-/Umformbearbeitung

Damit war man in der Lage, die Kundenteile aus in Dicke und Werkstoff unterschiedlichen Blechen rationell und reproduzierbar genau herzustellen und die Kunden wunschgemäß zu beliefern. Die Firma Charpiot verarbeitet heute Stahl-, Inox- und Alu-Bleche in Dicken von 0,8 bis 3 mm. Gefertigt werden daraus Blechteile bis 4.000 mm Länge und einem Ronden-Durchmesser bis 1.250 mm. Überhaupt sind Ronden und ähnliche Werkstücke eine Spezialität von Charpiot. Im Übrigen liefert man Blechteile und auch komplette Blechbaugruppen. Hierfür sind alle relevanten Bearbeitungs- und Verbindungstechnologien vorhanden. Zudem befinden sich im Materiallager permanent an die 100 Tonnen Vorrat. Damit ist man auch für schnelle Auftragsabwicklungen bestens gewappnet und kann den Kunden einen guten Service bieten. Daran wiederum sind natürlich auch stark die Blechbearbeitungsmaschinen beteiligt, zumal sich Charpiot im Investitions-Step III eine Hochleistungs-Stanzmaschine vom Typ Boschert TWIN 1250 x 2500 CNC Z beschaffte. Dazu sagte Christian Charpiot: „Wir haben mit allen Boschert-Maschinen, die wir im Lauf der Jahre gekauft und täglich teilweise im Zweischichtbetrieb genutzt haben und einige davon immer noch einsetzen, bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Jeder Investitions-Step bedeutete für uns auch einen Technologie- und Leistungs-Schub und das gilt besonders für die Stanzmaschine TWIN mit ihren beiden Stanzköpfen. Gerade diese Hochleistungsmaschine hat sich bei uns sehr schnell als wichtige Einheit etabliert, weil wir damit sowohl Einzel- als auch Serienteile reproduzierbar genau und auch sehr wirtschaftlich bearbeiten können“. Das dem – in Verbindung mit den weiteren Maschinen zur Rondenbearbeitung und zum Metalldrücken sowie zum Schweißen – in der Tat so ist, lässt sich leicht am breiten Teile-Spektrum und an der Kundenstruktur ablesen. Denn es gibt sozusagen fast nichts im Bereich Dünnblech, was nicht von Charpiot und seinen Fachleuten buchstäblich in Form gebracht werden könnte. Zu den Kunden zählen deshalb heute Industrieunternehmen aus vielen Branchen sowie Hersteller von Lampen, Kaminen oder auch Motoren und schließlich Fahrzeugbau-Betriebe.

Wirtschaftliche Komplettbearbeitung durch Hochleistungsstanzen plus Gewindeschneiden

Die Hochleistungs-Stanzmaschine TWIN 1250 x 2500 CNC Z ist für diese entsprechenden unterschiedlichsten Bearbeitungsaufgaben wie Stanzen, Nibbeln, Schneiden und Umformen bestens gerüstet. Sie bietet mit X = 2500 und Y = 1250 mm großzügige Verfahrwege und erlaubt mit Nachsetzen die Bearbeitung bis 4.000 mm Teilelänge. Mit einer Stanzkraft von 2 x 280 kN (für jeden Stanzkopf) hat sie auch genügend Reserven für vielfältige Bearbeitungen.
Konnte auf den zuvor genutzten Ausklink-/ Stanzmaschinen z. B. eben nur ausgeklinkt und gestanzt werden, so ist jetzt mit Hilfe von schnell und einfach wechselbaren, multifunktional nutzbaren Werkzeugen die Komplettbearbeitung selbst komplexerer Blechteile machbar. Der Sohn des Firmengründers, Janick Charpiot, im Betrieb u. a. für die Technik zuständig, sagte dazu: „Mit der Boschert-Stanzmaschine TWIN haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Zumal wir an der Maschine auch eine spezielle Gewindeschneideinheit installieren ließen. Dadurch kommen die Blechteile jetzt tatsächlich komplett bearbeitet von der Maschine. Das erspart uns weitere Arbeitsgänge und das Blechteile-Handling verringert sich spürbar“. Um die Konkurrenzfähigkeit auf Dauer aufrecht zu erhalten, haben Christian und Janick Charpiot noch mehr in die Rationalisierung der Blechbearbeitung investiert und sich ebenfalls von Boschert eine Abkant- und Gesenkbiegepresse Profi 28 CNC beschafft. Damit sind sie nun gerüstet, den Kunden auch gebogene bzw. umgeformte Teile und darüber hinaus auch komplette Baugruppen aus einer verantwortlichen Hand zu liefern. Die sehr kompakt bauende und für Abkantlängen bis 1.000 mm ausgelegte Abkantpresse ist mit einer einfach und sicher zu bedienenden CNC-Steuerung ausgerüstet. Dies erlaubt den schnellen Programmwechsel und auch die rasche Programmierung in der Einzel- und Kleinserienfertigung. Darüber hinaus ist die Abkantpresse Profi 28 CNC sehr robust aufgebaut, so dass sie auch höchst universell für die Abkant-, Biege-, Umform- und auch Präge-/Stanzarbeiten eingesetzt werden kann.

Investitions-Vertrauen durch Leistung und über 20-jährige Partnerschaft

Abschließend meinte Seniorchef Christian Charpiot: „Wir bearbeiten jährlich Hunderte von verschiedensten Blechteilen ab Stückzahl 1 und in Einzelfällen bis 20.000 Stück. Wir arbeiten hier, was für Frankreich nicht unbedingt üblich ist, im Zweischichtbetrieb und schleusen pro Jahr an die 400 Tonnen Blechmaterial durch. Im Normalfall handelt es sich bei unseren Aufträgen um Terminarbeiten, die trotz teilweise anspruchsvoller Arbeitsinhalte pünktlich geliefert werden müssen. Dazu brauchen wir gute Fachkräfte, das richtige Material und vor allem sehr gute sowie sehr universell einsetzbare Maschinen. Boschert hat uns in all den Jahren sehr kompetent und zuverlässig begleitet, weshalb wir, wann immer möglich auch künftig auf unseren langjährigen süddeutschen Partner setzen. Wir verstehen uns nicht nur technisch und maschinenseitig bestens, sondern auch wegen des gemeinsamen alemannischen Sprachraums sprich wegen der räumlichen Nähe, wenn wir Unterstützung oder einen Service benötigen. Aus diesem Grund haben wir auch für den nächsten Investitions-Step die Firma Boschert als Partner gewählt und eine ebenfalls CNC-gesteuerte Universal-Hochleistungs-Stanzmaschine TRI Rotation, also mit drei Stanzköpfen und Rotationskopf sowie einer Gewindeschneideinheit bestellt. Damit wollen wir unsere Performance noch weiter erhöhen und den Kunden modernste Blechbearbeitungstechnik zur Verfügung stellen, was nicht zuletzt auch unsere Wettbewerbsfähigkeit unterstützt und vor allem unterstreicht“.

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Die Hochleistungs-Stanzmaschine Boschert TWIN 1250 x 2500 CNC Z verfügt über zwei getrennt agierende Stanzköpfen für die Komplettbearbeitung von Blechteilen bis 4.000 mm (mit Nachsetzen) Länge.

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Die Stanzeinheit der Stanzmaschine TWIN verfügt über zwei Stanzköpfe, wovon einer mit dem Rotations-Werkzeugsystem ausgerüstet ist.

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Die Universal-Abkant-/Gesenkbiegepresse Boschert Profi 28 CNC mit einer Biegelänge von 1.000 mm und einer Presskraft von 28 Tonnen eignet sich für flexible Abkant-, Biege-, Umform-, Präge- und Stanzbearbeitung.

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Eine kleine Auswahl an Blechteilen aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichem Bearbeitungs-/Schwierigkeitsgrad.

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Links Christian Charpiot, Gründer und Geschäftsführer von Charpiot Techniques, und seinen Sohn Janick Charpiot, zuständig für Technik/Produktion, mit einer aufwändigen Blechbaugruppe aus verzinkten Stahlblechen und Edelstahlblechen.

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